Acht Monate
Planung. Zwei Flohmärkte. Ein Garteneinsatz bei Herrn Stahl. Crowdfunding.
Design und Verkauf von selbstgestalteten T-Shirts. Die Organisation eines abwechslungsreichen
Programmes. Unzählige Erdkundestunden zu den Ursachen, der Entwicklung und den
Prozessen mitteleuropäischer Städte später, war es am 19.06.2017 soweit: Auf
nach Wien! In der Nacht von Montag auf Dienstag hieß es im Liegewagen, eine
aussterbende Form des Reisens, zu erproben: Das Nachtzug fahren.
Sehen können, will
gelernt sein!
In Wien
angekommen wurde die historische Entwicklung der Stadt mittels eines Workshops
und mit Hilfe historischer Karten erarbeitet. Oder wussten Sie, dass der Wiener
Stadtring früher eine italienische Festungsanlage, der von einem Glacier (freie,
unbebaute Fläche) umgeben war. Heute stehen dort Repräsentationsbauten, wie das
Parlament, das Naturhistorische Museum und viele mehr. Danach gab es eine kurze
Einführung in die Bauepochen des Klassizismus und des Historismus. Später am
Abend folgte ein weiteres kulturelles Highlight: Der Besuch der Wiener
Staatsoper mit einem Stück von Claude Debussy.
Das internationale
Wien und eine Stadtsafari
Am Mittwoch
lag der Schwerpunkt auf der Internationalisierung Wiens durch die Ansiedlung
diverser internationaler Organisationen, wie die UNO oder aber auch der OPEC
(Organisation der erdölexportierenden Länder). Beim Besuch der OPEC ging es
darum einen zentralen Akteur der globalisierten Welt kennenzulernen und zu
verstehen, aber auch kritisch zu hinterfragen. Welche Motive haben Staaten die
Förderung von Öl zu koordinieren und welche Auswirkungen hat dies für die Welt.
Im Besonderen war die Entwicklung des Ölpreises ein zentraler Aspekt. Zugleich
war es wichtig zu klären, welche sozialen, ökonomischen und politischen
Auswirkungen die verschiedenen Institutionen auf die Entwicklung der Metropole
Wien haben.
Danach
wurde es knifflig. Ausgehend von einem Bild mussten kleinere Gruppen dieses
Bild in Wien lokalisieren und den betreffenden Ort selbstständig besuchen. Am
Ort wurden diverse Befragungen, Interviews, Kartierungen und eine Recherche
durchgeführt, die dann am Abend präsentiert wurden.
Besuch der Wiener
Universität- Der Hyperglobus
Zu guter Letzt
wurde am Donnerstag das Institut für Regionale Geographie der Universität Wien
besucht. Fr. Prof. Dr. Hintermann erörterte in einem spannenden Vortrag, samt
Diskussion die sozialen und räumlichen Auswirkungen der Migration auf die
Donaumetropole. Anschließend hatten wir das einmalige Vergnügen eine Einführung
in die Arbeit mit einem Hyperglobus (ein Globus mit einem Meter Durchmesser,
der in der Lage animierte Prozesse zu geographischen Themen abzubilden).
An dieser
Stelle nochmal einen herzlichen Dank an alle Unterstützer unser Aktion, die
Eltern, die Schulleitung sowie Kollegen, die Universität Wien, das Wiener
Stadtmuseum und die OPEC.
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